Partizipation oder Teilhabe ist ein wichtiges Recht unserer Kinder.
Wir Erzieher/innen bieten einen angemessenen Rahmen, innerhalb dessen die Kinder ihre Rechte leben können.
Das Recht, über sich selbst zu bestimmen trägt mit dazu bei, dass Kinder lernen, selbst Grenzen zu setzen (z.B.: Selbstbestimmungsrecht über den eigenen Körper). Wir sprechen hier auch von Präventionsarbeit (Gewaltprävention).
Die Kinder lernen, in verantwortbarem Maß Verantwortung zu übernehmen, Entscheidungen in ihrem Kompetenzbereich zu treffen und die Konsequenzen zu tragen.
Partizipation ist also ein Dreh- und Angelpunkt in Bezug auf Persönlichkeitsentwicklung und Gemeinschaftsfähigkeit. Zudem trägt sie zum Schutz der Kinder – z.B. vor Grenzüberschreitung anderer – bei.
Wir nehmen die Bedürfnisse und Interessen der einzelnen Kinder als auch der Gruppe wahr (z.B.: nonverbale und verbale Vermittlung) und bieten den Kindern im Alltag des Pius-Kinderhauses viele Möglichkeiten, sich einzubringen und an der Gestaltung der Abläufe mitzuwirken, sprich zu partizipieren.
Wir Erzieherinnen reflektieren in regelmäßigen Abständen, inwieweit die Kinder bei der Selbstbestimmung und Mitgestaltung noch mehr ins Boot geholt werden können bzw. in welchen Bereichen sie mehr Orientierung (Rituale etc.) brauchen.
Die Kinder sollen auf jeden Fall Zeit und Raum bei uns haben, sich selbst als Persönlichkeiten wahrzunehmen und zu entfalten. Zudem erleben sie sich als Mitglieder einer Gruppe, in der im Interesse der Gemeinschaft Kompromisse geschlossen werden.
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